Gesichter und Geschichten Europas - Mit Zeitzeugen die Zukunft Europas gestalten

 

"Zeugen" will an 50 Jahre Bürgerrechtsbewegung, an 30 Jahre Mauerfall in Europa und an 40 Jahre Bürgerbeteiligung an Europa-Wahlen erinnern. Diese Erinnerung muss für die nächsten Generationen gut aufbereitet und nutzbar gemacht werden. Dazu gehören diese „Meilensteine“ Europas – diese Geschichte(n) der Europäischen Union werden durch ZEUGEN Gesichter bekommen. Gesichter und Geschichten, die emotional von Hoffnungen, Enttäuschungen, von Menschen und ihren Lebensentwürfen, von Einschränkungen und Diktaturen, von Freiheit und Frieden erzählen. Bürgerinnen und Bürger werden dadurch generationsübergreifend und europäisch mit einbezogen. Sie werden mit ihrem Erlebten wahr und ernst genommen. Europäische Identität wächst. Diese "Zeugen" kommen zu internationalen Zeitzeugen-Dialogen  in jedem Partnerland zusammen und werden von jungen Bürgern befragt. Es entstehen Ton- und Videoaufnahmen, die für den Einsatz im Bildungsbereich bearbeitet und mit Untertiteln versehen werden. Bei diesen MV werden auf der einen Seite die "Gesichter und Geschichten Europas" präsentiert und zum anderen ein Dialog über die Gestaltung der Zukunft Europas - angesichts der neuen Herausforderungen" geführt. 

Die Skepsis gegenüber Europa ist in allen teilnehmenden Ländern groß. Umso bedeutender ist es in GR, BG, und D Geschichte zu erzählen, die die Werte Europas hervorgebracht hat und durch Zeugen hautnah anschaulich wird. Im Rahmen von Multiplikatoren-Veranstaltung wird in jedem Partnerland das Ton- und Videomaterial Bildungseinrichtungen für den Einsatz vorgestellt. "Zeugen" wird so einen ganz besonderen Beitrag zum Verständnis Europäischer Geschichte nach zwei Weltkriegen und zur Europäischen Erinnerungskultur beitragen. Denn die Videos werden neben den Sprachen der Partner auch in Englisch und Spanisch zur Verfügung stehen und künftig kostenfrei genutzt werden können.

"Zeugen" macht einen interkulturellen und transnationalen Austausch möglich und trägt zur Gestaltung von Europas Zukunft bei.

Aktivitäten

Das Arbeitsprogramm wendet unterschiedliche Arbeitsmethoden an. Zunächst werden ganz besonderer "Schatz" entdeckt: Zeugen - Zeitzeugen, die von den Meilensteinen Europäischer Geschichte erzählen können (50 Jahre Bürgerrechtsbewegung,  Antisemitismus,  30 Jahre Mauerfall in Europa, 40 Jahre Europa-Wahl, Demokratischer Wandel (BG und GR)). Diese Bürger werden über Kontakte zu Museen, Geschichtswerkstätten,  Vereine, Schulen, Bildungsstätten und die öffentliche Presse und Medien gewonnen. Die Bürgerinnen und Bürger, die für den Zeitzeugen-Dialog gefunden sind, werden auch  im Rahmen einer Öffentlichen Veranstaltung auf junge Bürgerinnen und Bürger treffen. Diese werden sich mit den Teams der Projektpartner transnational (via Skype-Konferenz) auf die Befragung und die Interviews vorbereiten. Es wird emotionale Berichte, generationsübergreifende Gespräche und Austausch geben. Zeitungsartikel und Fotos werden von den Zeitzeugen mit eingebracht. Die Veranstaltungen werden in allen Partnerländern Leuchtturm-Veranstaltungen darstellen, die die Geschichte Europas unter dem Titel "Gesichter und Geschichten Europas" als Erfolgsgeschichte besonders hervorhebt. Nachdem die Interviews geführt, Fotos und Zeitungsartikel gesammelt sind, werden die junge Bürger diese zu einem 5-10 Minuten-Tapes zusammenstellen, damit durch diese Zeitzeugen-Berichte auch für nachfolgende Generationen die Geschichte Europas mit ihren Herausforderungen und ihrer Gestaltung beispielgebend lebendig bleibt. Die Übersetzungen werden in den Sprachen: GR, D, BG, Englisch und Spanisch erfolgen.

Die Intern. MV finden vor der Europa-Wahl (Mai 2019 in BG und GR am 9. November 2019 (30 Jahre Mauerfall) in Jena und im März 2020 bei der DIDACTA statt. In den Partnerländern werden Bürger aus allen Ländern  zusammenkommen. In öffentlichen "Intern. Zeitzeugen-Dialogen" begegnen sich Bürger, Zeitzeugen - mit "Gesichtern und Geschichten" – Geschichte Europas wird lebendig.  Die Herausforderungen, vor der Europa im Laufe seiner Geschichte stand und die bewältigt und gestaltet wurden, werden beispielgebend in den Interviews (als Tapes) und mit den Gästen "zusammengetragen". Dies geschieht in Athen, der Wiege der kulturellen Werte der EU (Demokratie, Philosophie, Kunst) in Pleven, in Jena und Lüneburg/Stuttgart). Nach der Präsentation dieser "Gesichter und Geschichten" wird es  öffentliche Podiumsdiskussionen geben, in der es um die Gestaltung der Aufgaben gehen wird, die Europa neu herausfordern. Junge Bürger, Zeitzeugen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft werden dazu zusammenkommen. In D wird die internationale Bildungsmesse DIDACTA im März 2020 genutzt um das erstellte Material - Zeitzeugen-Berichte zu verbreiten. Dabei wird das Material Vertretern von Kultusministerien, Bildungsträgern, Schulen, Pädagogen etc. zur Verwendung für ihre Arbeit in den Bereichen Politik- und Geschichte vorgestellt. Radiokampagnen begleiten diese Intern. Konferenzen. Durch die innovativen Aktionen wird die Partizipation der Bürger eingeübt und trägt zu einem aktiven Europa bei. 

Alle Projektpartner erwerben mit der Durchführung und dem interkulturellen Dialog von 'ZEUGEN'  Kompetenzen, sich aktiv am gesellschaftlichen und politischen Leben Europas einzubringen. Es entsteht dadurch ein interkulturelles Lernen von und miteinander. Die Sensibilität für Europa, für mehr Bürgerbeteiligung und europäische Identität wird bei den Mitarbeitern und in den Veranstaltungen bei jungen Bürgern gestärkt.

https://www.facesofhistory.eu/ 

 

 

 

„Durch DIALOG Europa gestalten – DIALOG gegen Populismus, Rassismus und Antisemitismus “

„DIALOG“ will einen interkulturellen Dialog führen. Mit  Zeitzeugen der 68-er-Revolution, der Wenden `81 und `89 wird ein Geschichts-Dialog geführt, bei dem Biographien von Bürgern entstehen, die Meilensteine der Geschichte Europas erlebt haben. In WS’s werden junge Bürger generationsübergreifend in den DIALOG gehen, die Geschichte von der Bewältigung von Herausforderungen hören. Dies wird Mut machen Europas Zukunft zu gestalten. Durch die Auseinandersetzung mit „Entarteter Kunst“ wird an die Gräueltaten der NS-Zeit erinnert. Sie macht Rassismus, Ausgrenzung und Hass damals und heute anschaulich. In einem Kunst-Dialog entstehen Exponate junger Bürger „MEIN BILD VON EUROPA“. Bei der Gegenüberstellung in nationalen und internationalen Ausstellungen in allen Ländern wird in Podiumsdiskussionen vor der Europa-Wahl mit Vertretern der Politik über die Aufgaben des neu zu wählenden EU-Parlaments geführt.  Im Rahmen der Intern. Ausstellung um den 30. Jahrestag des Mauerfalls wird mit „Werken“ und „Worten“ ein interkultureller DIALOG geführt. Bei dieser Intern. Ausstellung zeigen sich junge Bürger aus EU-Ländern mit Ihrem „Bild von Europa“ – Ausdruck ihrer Vision der Zukunft.  Eine Radio-Kampagne bewirbt, begleitet und verbreitet DIALOG.

 

http://makedialog.eu/de/